|
Willkommen im Tagebuch
unseres Kanutrips
Auf dieser Seite
möchten wir dir unsere Eindrücke und Erfahrungen über unseren
Wildnistrip in Alaska einwenig näher bringen.
Wie alles
begann
Am Anfang waren
es zwei Kollegen von mir, die mich gefragt haben ob wir
gemeinsam nach Alaska reisen um dort zu Fischen.
Da ich aber schon
zweimal in Alaska war, war ich nicht sonderlich begeistert von
dieser Idee und meinte nur:" Ich komme mit aber nur wenn wir
dort was spezielles machen ....ansonsten würde ich lieber mal
nach Kanada fischen gehen."
Also fingen wir
dann gleich an über das "Spezielle" zu diskutieren und es
dauerte dann auch nicht lange, bis wir uns auf einen Wildnistrip
mit dem Kanu geeinigt haben. Dazu muss ich natürlich noch
erwähnen dass keiner von uns je mit einem Kanu gefahren ist.
Die
Herausforderung war nun also Geboren. Nun galt es die ganze
Reise zu organisieren und zu planen. Nach etlichen Stunden im
Internet, habe ich dann zwei Anbieter gefunden, welche eine
solche Tour ohne Guide anbieten. Da die Zeit langsam drängte
nahm ich dann das Telefon zur Hand und rief gleich mal bei
Alaska Expedition Service an. Von dieser "Firma" respektive
dem Inhaber namens Peter Kamper habe ich viel im Internet
gelesen und auch seine
Webseite hat einiges an Informationen zu bieten.
Am Telefon habe
ich dann Peter erklärt, dass wir uns für einen Wildnistrip
interessieren und ihn gefragt was er uns denn empfehlen würde.
Erstmal war er erstaunt, dass wir drei Personen sind. Er meinte
dann nur das drei Personen nicht wirklich die richtige Anzahl an
Personen sei, da es einfacher sei, so ein Kanu zu zweit zu
Paddeln. Insbesondere dann, wenn wir noch nie Kanut seien. Des
weiteren verhandelten wir die verschiedenen Flüsse von der
Brooksrange bis Zentralalaska. Er empfahl uns dann aber ganz
klar den Beaver Creek, da dies einer der wenigen Flüsse war, die
in der kurzen Zeit von 14 Tagen zu Paddeln war.
Ein vierter
Kanut musste her
Ich errinerte
mich daran, dass mein Arbeitskollege Eric mal so nebenbei
erwähnte, dass auch er gerne mal Alaska bereisen würde. Gleich
am nächsten morgen habe ich ihn dann angerufen und ihm von
unserem Vorhaben berichtet. Auch er war begeistert von der Idee
mit dem Kanu und er erklärte mir, er werde das mit den Ferien
gleich mal klären. Zwei Stunden später rief er mich dann bereits
wieder zurück und sagte nur: "Isch OK ich chume mit"
Die
Vorbereitungen
Nun da das Team
jetzt komplett, die Daten fixiert, und der Flug gebucht war,
mussten wir uns als erstes mal mit dem Thema Kanufahren
beschäftigen. Nach vielen Telefonaten und Abklärungen gelang es
Eric zwei Kanus aufzutreiben, das eine war ein Alukanadier
und das andere ein etwas älterer Ally Faltkanadier.
Als erstes
versuchten wir unsere Paddelkünste auf dem Walensee. Was sich an
diesem Tag als sehr ruhiges Gewässer herausstellte und keine
grösseren Strapazen von uns abverlangte. Trotzdem war es ein
komisches Gefühl in dieser wackeligen Nussschale zu sitzen. Zu
diesem Zeitpunkt konnte sich noch keiner von uns vorstellen den
Beaver Creek in so einer Nussschale zu Paddeln.
Unser zweites
Ziel war dann ein Fliessgewässer namens Linthkanal. Wie es der
Name schon sagt ist das ein Kanal und auch vom
Schwierigkeitsgrad her nicht wirklich das höchste der Gefühle.

Vorbereitung in der Schweiz am
Linthkanal
Alle mit Neopren ausgerüstet (naja
fast alle...) ging es dann los. Der Kanal hatte auf der Länge von ca. 20 Km
gerade mal eine etwas schwierigere Stelle die es zu passieren - oder besser
gesagt zu umtragen galt. Um uns die Stelle besser ansehen zu können, hielten wir
ca. 20 Meter oberhalb an der rechten Uferseite an. Nach einer kurzen
Besichtigung war uns dann aber schnell klar, dass wir die falsche Uferseite
gewählt hatten. Es galt also nun den ganzen Fluss oberhalb dieser Stromschnelle
zu überqueren. Eric und ich versuchten einen grösseren Abstand zu der Schnelle
zu gewinnen und Paddelten langsam entgegen der Strömung. In dem Moment als wir
unser Kanu abdrehten um auf die andere Uferseite zu Paddeln, hörten wir schon
ein lautes Platschen und wir trauten unseren Augen kaum. Olli und Mülli sind
ca.15 Meter oberhalb der Stromschnelle mitten im eiskalten Fluss gekentert und
versuchten verzweifelt ihre Hintern mit samt Kanu noch vor der Stromschnelle an
Land zu bringen, was ihnen dann Glücklicherweise auch gelungen ist. Der Rest der
Fahrt war dann wieder sehr gemütlich auch wenn unsere Zwei Kenterer einwenig
kalt hatten. Diesen Kanal sind wir dann insgesamt 3 mal gefahren.
Eric und Ich hatten dann noch die
Gelegenheit mit 2 erfahrenen Kayaker nach Sort (Spanien) zufahren, um dort 3
Tage gemeinsam mit Ihnen zu Paddeln.

Marco und Eric in Sort
Dieser Fluss war dann auch schon
viel spektakulärer und erforderte viel Aufmerksamkeit und Vorsicht. Natürlich
haben wir hier auch viel über die verschiedenen Paddeltechniken gelernt. Weiter
Fotos aus Sort findest du
Hier.
Nun diese Vorbereitungen mussten
also für unseren Wildnisstrip genügen. Auch wenn wir immer noch sehr unsicher
waren, liessen wir den Trip einfach auf uns zukommen und waren gespannt was für
Überraschungen wir erleben würden.
Unser Plan
Unser Startpunkt liegt in Fairbanks von dort aus geht es ab zum Nome Creek wo
wir mit Sack und Faltkanadier in der Wildnis ausgesetzt werden.

Uns selbst überlassen werden wir via Nome Creek langsam in den Beaver Creek
paddeln... das eigentliche Ziel unseres Trips.
Nach ca. 12 Tagen und 180 Kilometer Flussfahrt, sollten wir am Victoria Creek
angekommen sein... Dies ist das Endziel des Kanutrips. Vom Victoria Creek geht es
dann mit dem Buschflieger wieder zurück in die Zivilisation nach Fairbanks, wo
wir vermutlich erst mal ein paar Stunden duschen.
Nach einer hoffentlich erholsamen Nacht, geht es dann weiter südlich ….nach
Anchorage, wo wir die restlichen Tage damit verbringen werden ein paar Lachse zu
fangen.
Next
Text: Marco Cattaneo
Bild: Marco Cattaneo
Inhalt der Seite Copyright © by
cattnet.ch
|