Kanutrip auf dem Beaver Creek in Alaska 2006

 

 

 

 

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Willkommen im Tagebuch unseres Kanutrips

 

Auf dieser Seite möchten wir dir unsere Eindrücke und Erfahrungen über unseren Wildnistrip in Alaska einwenig näher bringen.

Wie alles begann

Am Anfang waren es zwei Kollegen von mir, die mich gefragt haben ob wir gemeinsam nach Alaska reisen um dort zu Fischen.

Da ich aber schon zweimal in Alaska war, war ich nicht sonderlich begeistert von dieser Idee und meinte nur:" Ich komme mit aber nur wenn wir dort was spezielles machen ....ansonsten würde ich lieber mal nach Kanada fischen gehen."

Also fingen wir dann gleich an über das "Spezielle" zu diskutieren und es dauerte dann auch nicht lange, bis wir uns auf einen Wildnistrip mit dem Kanu geeinigt haben. Dazu muss ich natürlich noch erwähnen dass keiner von uns je mit einem Kanu gefahren ist.

Die Herausforderung war nun also Geboren. Nun galt es die ganze Reise zu organisieren und zu planen. Nach etlichen Stunden im Internet, habe ich dann zwei Anbieter gefunden, welche eine solche Tour ohne Guide anbieten. Da die Zeit langsam drängte nahm ich dann das Telefon zur Hand und rief gleich mal bei Alaska Expedition Service an. Von dieser "Firma" respektive dem Inhaber namens Peter Kamper habe ich viel im Internet gelesen und auch seine Webseite hat einiges an Informationen zu bieten.

Am Telefon habe ich dann Peter erklärt, dass wir uns für einen Wildnistrip interessieren und ihn gefragt was er uns denn empfehlen würde. Erstmal war er erstaunt, dass wir drei Personen sind. Er meinte dann nur das drei Personen nicht wirklich die richtige Anzahl an Personen sei, da es einfacher sei, so ein Kanu  zu zweit zu Paddeln. Insbesondere dann, wenn wir noch nie Kanut seien. Des weiteren verhandelten wir die verschiedenen Flüsse von der Brooksrange bis Zentralalaska. Er empfahl uns dann aber ganz klar den Beaver Creek, da dies einer der wenigen Flüsse war, die in der kurzen Zeit von 14 Tagen zu Paddeln war.

Ein vierter Kanut musste her

Ich errinerte mich daran, dass mein Arbeitskollege Eric mal so nebenbei erwähnte, dass auch er gerne mal Alaska bereisen würde. Gleich am nächsten morgen habe ich ihn dann angerufen und ihm von unserem Vorhaben berichtet. Auch er war begeistert von der Idee mit dem Kanu und er erklärte mir, er werde das mit den Ferien gleich mal klären. Zwei Stunden später rief er mich dann bereits wieder zurück und sagte nur:   "Isch OK ich chume mit"

 

Die Vorbereitungen

Nun da das Team jetzt komplett, die Daten fixiert, und der Flug gebucht war, mussten wir uns als erstes mal mit dem Thema Kanufahren beschäftigen. Nach vielen Telefonaten und Abklärungen gelang es Eric zwei Kanus aufzutreiben, das eine war ein Alukanadier  und das andere ein etwas älterer  Ally Faltkanadier.

Als erstes versuchten wir unsere Paddelkünste auf dem Walensee. Was sich an diesem Tag als sehr ruhiges Gewässer herausstellte und keine grösseren Strapazen von uns abverlangte. Trotzdem war es ein komisches Gefühl in dieser wackeligen Nussschale zu sitzen. Zu diesem Zeitpunkt konnte sich noch keiner von uns vorstellen den Beaver Creek in so einer Nussschale zu Paddeln.

Unser zweites Ziel war dann ein Fliessgewässer namens Linthkanal. Wie es der Name schon sagt ist das ein Kanal und auch vom Schwierigkeitsgrad her nicht wirklich das höchste der Gefühle.

Vorbereitung in der Schweiz am Linthkanal

Alle mit Neopren ausgerüstet (naja fast alle...) ging es dann los. Der Kanal hatte auf der Länge von ca. 20 Km gerade mal eine etwas schwierigere Stelle die es zu passieren - oder besser gesagt zu umtragen galt. Um uns die Stelle besser ansehen zu können, hielten wir ca. 20 Meter oberhalb an der rechten Uferseite an. Nach einer kurzen Besichtigung war uns dann aber schnell klar, dass wir die falsche Uferseite gewählt hatten. Es galt also nun den ganzen Fluss oberhalb dieser Stromschnelle zu überqueren. Eric und ich versuchten einen grösseren Abstand zu der Schnelle zu gewinnen und Paddelten langsam entgegen der Strömung. In dem Moment als wir unser Kanu abdrehten um auf die andere Uferseite zu Paddeln, hörten wir schon ein lautes Platschen und wir trauten unseren Augen kaum. Olli und Mülli sind ca.15 Meter oberhalb der Stromschnelle mitten im eiskalten Fluss gekentert und versuchten verzweifelt ihre Hintern mit samt Kanu noch vor der Stromschnelle an Land zu bringen, was ihnen dann Glücklicherweise auch gelungen ist. Der Rest der Fahrt war dann wieder sehr gemütlich auch wenn unsere Zwei Kenterer einwenig kalt hatten. Diesen Kanal sind wir dann insgesamt 3 mal gefahren.

 

Eric und Ich hatten dann noch die Gelegenheit mit 2 erfahrenen Kayaker nach Sort (Spanien) zufahren, um dort 3 Tage gemeinsam mit Ihnen zu Paddeln.

Marco und Eric in Sort

Dieser Fluss war dann auch schon viel spektakulärer und erforderte viel Aufmerksamkeit und Vorsicht. Natürlich haben wir hier auch viel über die verschiedenen Paddeltechniken gelernt. Weiter Fotos aus Sort findest du Hier.

Nun diese Vorbereitungen mussten also für unseren Wildnisstrip genügen. Auch wenn wir immer noch sehr unsicher waren, liessen wir den Trip einfach auf uns zukommen und waren gespannt was für Überraschungen wir erleben würden.

 

Unser Plan


Unser Startpunkt liegt in Fairbanks von dort aus geht es ab zum Nome Creek wo wir mit Sack und Faltkanadier in der Wildnis ausgesetzt werden.





Uns selbst überlassen werden wir via Nome Creek langsam in den Beaver Creek paddeln... das eigentliche Ziel unseres Trips.
Nach ca. 12 Tagen und 180 Kilometer Flussfahrt, sollten wir am Victoria Creek angekommen sein... Dies ist das Endziel des Kanutrips. Vom Victoria Creek geht es dann mit dem Buschflieger wieder zurück in die Zivilisation nach Fairbanks, wo wir vermutlich erst mal ein paar Stunden duschen.
Nach einer hoffentlich erholsamen Nacht, geht es dann weiter südlich ….nach Anchorage, wo wir die restlichen Tage damit verbringen werden ein paar Lachse zu fangen.
 

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Text: Marco Cattaneo

Bild: Marco Cattaneo

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