Kanutrip auf dem Beaver Creek in Alaska 2006

 

 

 

 

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Tagebuch 3.Tag 20.07.05

 

Heute war er also da. Der Tag auf den wir lange gewartet haben, der Tag an dem wir in die Wildnis aufbrechen werden.

Um 08:30 Uhr sind wir aufgestanden und haben uns wieder an Peter`s Kühlschrank bedient. Anschliessend sind wir nochmals in die Stadt gefahren, um die restlichen Sachen einzukaufen, die wir leider am Vortag vergessen hatten. Dies waren Namentlich eine Benzinflasche für den Kocher (die wir übrigens nie gebraucht haben) , eine wasserdichte Mappe für unsere Karten und eigentlich wollte sich jeder noch ein schönes Buschmesser kaufen. Die Auswahl an Buschmesser war aber zu unserem Erstaunen nur sehr beschränkt und keines gefiel uns wirklich. Deshalb dauerte dieser  Einkaufstrip auch nicht allzu lange.

Um 14:00 Uhr hatten wir uns mit Peter zur Kartenbesprechung verabredet. Gemütlich sassen wir auf der Veranda während dem uns Peter die Sieben Flusskarten aus dem Jahre 1953 erklärte. Er zeichnete uns die gefährlichsten Stellen ein und markierte uns gute Campplätze. Anschliessend teilten wir die Karte in Tagesstouren auf, so dass wir uns in etwa vorstellen konnten, wie viel pro Tag gepaddelt werden muss. Natürlich haben wir auch Ruhetage eingeplant um uns auszuruhen zu wandern oder zu fischen. Schliesslich waren wir ja zur Erholung hier. Ich habe von einem Team gelesen, das auch den Beaver Creek befahren hatte, jedoch die 21 tägige Tour machte und bis zu der Yukonbrücke am Dalton Highway gepaddelt ist. Dieses Team hatte lediglich 5 Tage bis zu unserem Endpunkt am Victoria Creek, wir hingegen hatten nun 11 Tage Zeit für diese Tour.

 

Nun kann es los gehen

Nach der Kartenbesprechung packten wir dann unser ganzes Material auf Peter`s Truck. Um 16:00 Uhr ging dann die Fahrt ans Ende der Welt endlich los. Wir konnten leider nicht früher starten, da an der Zufahrtsstrasse zum Nome Creek (unser Startpunkt)  Bauarbeiten im Gange waren, und die Strasse somit von 06:00 - 18:00 Uhr für den Verkehr gesperrt wurde. Um 17:50 kamen wir dann am Bergfusse der gesperrten Strasse an und warteten ungeduldig noch die restlichen 10 min ab.

10 min. Wartezeit

Die Strasse wurde von nun an immer schlechter und holperiger, wir hatten aber glück, dass es längere Zeit nicht geregnet hatte und die Strasse somit ziemlich trocken war.

trockene Strasse ans ende der Welt

schmale Durchfahrt an der Baustelle

Als wir dann nach langer Fahrt am Nome Creek angekommen waren, hiess es erstmal das komplette Material ca. 120 Meter an den Fluss zu tragen um anschliessend die Kanus kentersicher zu bepacken. Nachdem die Kanus gepackt bereitstanden öffneten wir natürlich zuerst mal ein kühles Blondes. Dieser Moment musste schliesslich gefeiert werden.

Packen der Kanu am Nome Creek

Während dem wir genüsslich unser Bier tranken, durften wir mit Mario`s 41er  Revolver noch ein paar Schissübungen machen. Die einzige Bierdose die dann aber ein loch hatte, war die von Mario.

Eric der Revolverheld (man beachte Olli im Hintergrund)

Nun ging's also los. Zwischenzeitlich war es bereits 20:15 Uhr ,also verabschiedeten wir uns von Mario und seiner Freundin, setzten uns ins Kanu und begannen langsam Flussabwärts zu Paddeln. Die beiden wünschten uns noch viel Glück und winkten uns noch hinterher. An diesem Abend wollten wir unbedingt noch bis zum Beaver Creek paddeln. Allerdings dauerte es nicht lange, bis wir das erste Mal Kies unter dem Kiel spürten. An solchen stellen hiess es dann immer wieder aussteigen und das Kanu ziehen resp. Treideln.

Der Nome Creek

So gegen 22:00 Uhr sahen wir dann endlich die Einmündung in den Beaver Creek. Auch an dieser Stelle war das Wasser wieder nicht tief genug und das Team rot treidelte ihr Kanu vor uns her, als plötzlich eine kleine Panik ausbrach und das Team rot mit gefüllten Hüftstiefeln im Fluss stand. Nach einem kurzen halt mit Entleerung der Hüftstiefel ging es dann weiter Richtung erstes Camp.

Die Hüftstiefel werden entleert

blabla bla und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute....

 

 

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Text: Marco Cattaneo

Bild: Marco Cattaneo

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